Pfarrkirche St. Martin

 
 
Die Pfarrkirche St. Martin wurde zwischen 1206 und 1214 an Stelle einer fränkischen Kirche erbaut.

In der dreischiffigen Pfeileremporenbasilika vereinen sich spätromanische, frühgotische und spätgotische Baueinflüsse. Sehenswert sind überdies die Wandmalereien (um 1230).

Auf dem Kirchhof (= Tilmann Joel-Park) befinden sich Grabsteine aus fünf Jahrhunderten.

Ab Mai bis 12.11.2017 ist die Kirche jeweils von mittwochs – sonntags 13 – 17 Uhr hr geöffnet.

Besichtigungen - auch außerhalb der Öffnungszeit - sowie "Kirchenmaus zum Kindergeburtstag" Anmeldung unter Tel. 02644-1819 oder 02644 – 5906.

Weitere Info unter: www.linz-kirche-sankt-martin.de

Innenansicht, Panoramaaufnahme (Foto: Markus Muth)


Wandmalerei im Mittelschiff (Südseite): der hl. Jakobus von Compostela krönt ein Pilgerpaar, während eine Schar von Pilgern auf vier Wegen dem Heiligen zuströmen. Diese Darstellung des Themas gehört zu den ausführlichsten in ganz Deutschland.
  Wandmalerei im Mittelschiff (Nordseite): Die hl. Katharina mit ihrem Attribut, dem Rad, in Händen.
  Wandmalerei im Mittelschiff (Südseite): Der hl. Martin, Schutzpatron der Kirche. Die figürliche Ausmalung des Mittelschiffs, die von Engeln begleitete männliche und weibliche Heilige zeigt, gehört einer zweiten Ausmalungsphase an. Sie ist in Secco-Technik ausgeführt und geht in ihrer Anlage in die Mitte des 13. Jh. zurück. Nach der Aufdeckung 1855 wurde der Originalbestand nach vier missglückten Restaurierungsversuchen so gut wie vernichtet
  Spätgotisches Mittelschiff-Gewölbe mit Blumenmalereien aus dem Ende des 15. Jh.
  Wandbild mit Szenen der Kindheit Christi (Verkündigung an Maria, Geburt Christi, Verkündigung an die Hirten, Anbetung der hl. drei Könige und Stifterfamilie) auf der Westempore, 1. Hälfte 16. Jh.
  Tafelbild "Gnadenstuhl", um 1460, Kölner Werkstatt im Umkreis des Meisters der Lyversberger Passion, von Tilman Joël für die ehemalige Linzer Ratskapelle gestiftet, heute über dem Altar des südl. Seitenschiffs.
  Marienaltar im nördlichen Seitenschiff, die Madonna Immaculata aus Terrakotta stammt vom ehemaligen barocken Hochaltar der Kirche aus dem letzten Viertel des 17. Jh. und wurde nach der Restaurierung 2005 über dem Seitenaltar angebracht.
  Taufstein, Anfang 16. Jh., aufgestellt sich heute in der unter dem Kölner Kurfürsten Hermann von Hessen Ende des 15. Jh. angebauten Sebastianuskapelle.
  Hl. Nikolaus auf dem Nikolausaltar der Südempore, farbig gefasste spätgotische Holzskulptur aus der ehemaligen Schifferkapelle St. Simeon in Linzhausen.
  Sandsteinrelief des hl. Martin, der den Mantel teilt, Anfang 16. Jh., stand ursprünglich in der Nische über dem Hauptportal, wurde aus Schutz vor Verwitterung 1988 im Chor aufgestellt und Außen durch eine Replik ersetzt.
  Tilman Joël-Kelch, Mitte 15. Jh., Messkelch aus Gold mit gravierter Stifterinschrift, wurde von Tilman Joël für die ehemalige Linzer Ratskapelle gestiftet und befindet sich heute im Kirchenschatz der Pfarrkirche St. Martin.
  Mitglieder des Fördervereins St. Martin-Kirche stifteten 1993 das östliche Apsisfenster auf der Nordempore, eine Arbeit des Kunstglasers Prenner aus Bad Neuenahr.
 
Ausführliche Beschreibung aller Darstellungen:
Denise Steger: 800 Jahre Katholische Pfarrkirche St. Martin im Spiegel der Kunst.
Förderverein St. Martin-Kirche Linz/Rhein e.V., Linz 2006.
 
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