» ZURÜCK

Linz wird eine blühende Landschaft

Bunte Stadt zum Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf" zugelassen – Sonderpreis der Stadt Linz – Gartenbauunternehmen ziehen mit

LINZ. „Blühende Landschaften hatte ein deutscher Bundeskanzler einst für die neuen Länder versprochen. Auf blühende Landschaften in der traditionsreichen Stadt Linz hoffen zur Zeit Stadtmanager Thomas Herschbach und Bügermeister Adi Buchwald. Und dies ist getrost wörtlich zu nehmen: Denn die „Bunte Stadt" hat es geschafft, zum diesjährigen Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf" zugelassen zu werden.

Laut Ausschreibung geht es darum, die „Bedeutung und Wertigkeit von öffentlichem und privatem Grün für die Lebensqualität" herauszustellen. Dabei reicht das Spektrum von Park- und Sportanlagen sowie Fußgängerzonen über Fassaden und Balkonbegrünung bis hin zu Begrünungsaktionen von Hotels, Gaststätten, Handel und Gewerbe.

Was sich nüchtern anhört, beinhaltet vor allem positive Impulse für die örtliche Wirtschaft und den Tourismus. Kein Wunder also, dass sich der Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft Linz, Stadtmanager Thomas Herschbach, schon kurz nach Amtsantritt um eine Teilnahme bemüht hatte. „Impulse für Wirtschaft und Tourismus zu setzen, ist gelebte Stadtentwicklung. Und Linz ist nicht allein wegen seiner Fachwerkbauten, sondern aufgrund seiner Vielfalt eine Bunte Stadt", umschreibt Herschbach sein Credo, dem mit der „Initiative Grün" sichtbarer Ausdruck verliehen werden soll. Dass die sprichwörtliche Saat ohne die entsprechende Motivation aller Beteiligten nicht aufgehen kann, ist vor allem auch Appell, nach Möglichkeit an der Aktion, mitzuwirken.

„Die Bunte Stadt blüht in allen Facetten" - diesen Wunsch können sich nämlich vor allem auch die Linzer selbst erfüllen. Denn bei dieser Neuauflage der „Flower-Power-Bewegung" sind Verwaltung, Politik, Wirtschaft mit der Linzer Werbegemeinschaft und alle Bürger gefragt, die Stadt mit Grün oder Blumen zu beleben. Auch Siedlungsentwicklung, Naturerziehung und die Umsetzung der lokalen Agenda 21 werden als Bewertungskriterien herangezogen. Somit ist letztlich alles, was den Linzern im besten Sinne grün ist, interessant.

In diesem Zusammenhang appelliert Bürgermeister an den gesunden Ehrgeiz „seiner" Bürger: „Ein erfolgversprechendes grünes Stadtbild hängt von der Idee und dem Engagement aller Beteiligten ab. Wer mitmacht , bewegt etwas und das zahlt sich aus", betont Buchwald, der damit nicht nur auf die ausgelobten Medaillen und vier Sonderpreise von „Naturschutzbund Deutschland", des „Bundes deutscher Friedhofsgärtner", der Zeitschrift „Mein schöner Garten" und des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft" anspielt.

Um die Motivation anzustacheln, hat die Stadt Linz einen eigenen Preis ausgesetzt. „Ein jeder sollte in seinem eigenen Anwesen kreativ tätig werden. Das soll `natürlich` auch belohnt werden", unterstreichen Herschbach und Buchwald. Diese Form von Imagewerbung und Kreativität wird auch von den Linzer Floristikunternehmen unterstützt. Bei einem ersten Treffen signalisierten die Firmen, den Ankauf von Pflanzmaterial für den Wettbewerb „Unsere Stadt Blüht auf" zu Sonderkonditionen anzubieten.

Und dann darf mit dem Pflanzen und Begrünen nach Herzenslust losgelegt werden. Für Tipps stehen die örtlichen Gartenbaubetriebe und der Städtische Bauhof gerne zur Verfügung; weitere Informationen erteilt die Stadtentwicklung- und Touristikgesellschaft Linz am Rhein, Rathaus am Marktplatz, 53545 Linz/Rhein, Telefon 02644/2526, eMail info@linz.de, Internet www.linz.de

Erstmals fand der Bundeswettbewerb im Jahr 2001 statt. Damals machte die Stadt Celle das Rennen um die Goldmedaille, wobei deren Oberstadtdirektor den Wert dieser Auszeichnung passend einzuschätzen wusste: „Wir haben Dank der erfolgreichen Teilnahme jetzt die große Chance, europaweit auf Schönheit und Lebensqualität unserer Stadt hinzuweisen", erklärte Martin Biermann vor dem Hintergrund, dass der Sieger stets am Europawettbewerb „Entene Florale" teilnimmt.

Das würde natürlich auch die Bunte Stadt Linz. Dabei muss sich das rheinische Kleinod mit in diesem Jahr unter anderem mit Weimar, Potsdam und Kaiserslautern messen.