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Adi Buchwald zum Ehrenbürger von Marietta ernannt

Hohe Auszeichnung der US-Partnerstadt für Linzer Bürgermeister - Delegation der Bunten Stadt genoss einmalige Gastfreundschaft.


Die offizielle Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger der US-Partnerstadt Marietta erhielt der Linzer Stadtbürgermeister Adi Buchwald (2.v.r.) aus den Händen seines Amtskollegen William B. Dunaway (3.v.l.). Bei der Übergabe ebenfalls vor Ort: Die Linzer Weinkönigin Alina sowie der Cheforganisator des Austauschprogrammes in Marietta, Bob Harper, (rechts) und der Linzer Stadtmanager Thomas Herschbach.
Foto: Tom LaBarge
MARIETTA/LINZ. Adi Buchwald ist zum Ehrenbürger von Marietta/USA ernannt worden. Der Bürgermeister der Stadt Linz am Rhein empfing diese hohe Auszeichnung während der kürzlich zu Ende gegangenen Reise einer Delegation aus Linz in die amerikanische Partnerstadt, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Metropole Atlanta im US-Bundesstaat Georgia gelegen ist.

Überreicht wurde Adi Buchwald die Ehrenbürgerurkunde im Rahmen eines Empfangs für die 25-köpfige Linzer Reisegruppe im historischen Marietta-Marlowe-House von dessen US amerikanischen Amtskollegen William B. Dunaway. Der Delegation aus der Bunten Stadt gehörten unter anderem auch die Linzer Weinkönigin Alina, der Chef der Linzer Feuerwehr, Stadtratsmitglied Karl Heinz Wölbert, und Stadtmanager Thomas Herschbach an.

Wie Bill Dunaway in seiner Laudatio unterstrich, sei Bürgermeister Buchwald, der bereits zum vierten Mal den Kulturaustausch in Marietta anführe, "wie immer ein willkommener Botschafter seines Landes". Wenn Bürger aus Marietta in Linz zu Gast gewesen seien, habe Buchwald als "Ausdruck seiner warmen Gastfreundschaft" stets den "Roten Teppich" ausgerollt. Die Stadt Marietta sei stolz darauf, ein Teil dieses kulturellen Austausches für Erwachsene und Schüler zu sein.

Von Bürgermeister Buchwald wurde der Gedanke entsprechend aufgegriffen: "Die USA haben uns gezeigt, dass der Gedanke der Freiheit und des Miteinander alle Fesseln sprengt.
Wir Linzer durften diese Art des Lebens und Denkens in unseren Austausch-Programmen mit Schülern und Erwachsenen immer wieder auf`s Neue entdecken".

Auch in Linz seien die Beteiligten stets bestrebt gewesen, den amerikanischen Freunden ein Stück weit "unsere Kultur und unser Denken durch den Umgang miteinander zu vermitteln".

Nur, wer sich traue, sich näher kennen zu lernen, könne sich auch selber weiterentwickeln. Es sei das ausdrückliche Bestreben der Stadt Linz, diese amerikanisch-deutsche Beziehung immer mehr zu vertiefen, erklärte der Linzer Stadtbürgermeister.

Adi Buchwald wörtlich: "Wir sind hier zu Gast bei Freunden". Dass diese Wertschätzung auch umgekehrt gilt, machte Buchwalds Amtskollege Bill Dunaway deutlich:

"Bürgermeister Buchwald fördert durch seine unermüdliche Arbeit mit der Partnerschafts-Organisation Frieden und Verständnis", heißt es in der Ehrenurkunde wörtlich. Zudem trage Bürgermeister Buchwald auch zu jedem Treffen "seine ansteckende Heiterkeit und seinen rheinischen Sinn für Humor bei". In Anbetracht seiner Leistungen für die Partnerschaftsbeziehungen sei die Verleihung der Ehrenbürgerwürde konsequent.

Ihre freundschaftliche Konsequenz zeigte die Stadt Marietta ebenfalls in der Proklamation des Aufenthalts der Linzer Delegation zu den "Linz am Rhein Freundschafts-Tagen" vom 22. bis 29.09.2006. Durch die langjährigen Beziehungen zwischen Marietta und Linz mit häufigen Reisen quer über den Ozean mit reinen Flugzeiten von jeweils neun Stunden hätten sich tiefe Freundschaften entwickelt, wobei viele Bürger in ständigem persönlichem Kontakt geblieben seien. Gleichzeitig hätten die Schüleraustausch-Programme vor allem durch die Tatsache, dass hier Einblicke in eine andere Kultur ermöglicht worden seien, viel Lehrstoff für junge Leute geboten. Durch solche Freundschaften würden Frieden und Verständnis gefördert - eine Aussage, die ebenfalls von Charles "Chuck" Clay geteilt wurde. Der Enkelsohn des berühmten "Vaters der Berliner Luftbrücke" Lucius D. Clay war eigens zum Abschlussbarbecue gekommen, um so seine Wertschätzung für die freundschaftliche Partnerschaftsverbindung zwischen Marietta und Linz zu demonstrieren.

Bereits in Ihrer Ausgabe vom 21. September, einen Tag vor der Ankunft der Linzer Reisegruppe, hatte die Tageszeitung "Marietta Daily Journal" unter der Überschrift "Marietta bereitet sich auf die Auffrischung aus Deutschland vor" lobende Worte für den Kulturaustausch gefunden:
"Wir Südstaatler sind schon bekannt für unsere Gastfreundschaft. Aber was wir bei unserem Besuch in Linz im Jahre 2004 an Gastfreundschaft erfahren durften, hat dies alles noch übertroffen", schwärmt Mariettas Bürgermeister Bill Dunaway dort, um hinzuzufügen, dass das Verständnis untereinander durch die Austauschprogramme mehr und mehr gewachsen sei.

In's Leben gerufen wurden die Partnerschaftsprogramme in den 50er Jahren unter der Präsidentschaft Dwight D. Eisenhowers. Daran erinnerte die Vizepräsidentin des Organisationskomitees aus Marietta, Judy Harper. "Für uns US-Amerikaner bilden die Austauschprogramme eine lebendige Grundlage, um Europa besser zu verstehen. Dazu trägt vor allem auch die Tatsache bei, dass die Gäste jeweils in Familien untergebracht sind und dort am Alltagsleben teilnehmen".
Dies unterstrich auch der frühere Delta-Airlines-Pilot Phil Medlin. Medlin betonte, dass es nicht darum gehe, über Politik zu diskutieren. Vielmehr sei es das Hauptanliegen der Programme, kulturspezifische Eigenheiten auszutauschen.

Wie sehr den Partnern aus Marietta an den Austauschprogrammen mit Linz gelegen ist, bewies das hochwertige VIP Besichtigungs-Programm, das das Organisationskomitee aus den USA zusammengestellt hatte.

In den Lockheed-Martin-Werken erlebte die Linzer Reisegruppe sozusagen "am Objekt" unter anderem die Fertigung des Tarnkappenflugzeugs F22 "Raptor" Stealth-Bomber mit, wobei der Linzer Bürgermeister Adi Buchwald im Flugsimulator seine Fähigkeiten als Pilot unter Beweis stellte.

Im Nachrichtensender CNN in Atlanta, wo die Linzer Gruppe vom Vizepräsidenten empfangen wurde, war es möglich, das Herz der Nachrichtenwelt live unter die Lupe zu nehmen und in der weltgrößten Brauerei Anheuser-Busch konnte sich die Delegation der Bunten Stadt die Produktionsabläufe bekannter Biermarken wie Budweiser erläutern lassen.

Ebenfalls auf dem Programm: das einzigartige Atlanta-Aquarium mit Walhaien und Beluga-Walen, das Jimmy Carter-Center und das Martin Luther King Center, die "World of Coca Cola" (alle Atlanta) sowie das Booth Western Museum und ein exklusiver Lunch im Cartersville Country Club. Zudem ermöglichten die US-Gastgeber dem Linzer Bürgermeister Adi Buchwald Einblicke in das hochmoderne Notfallzentrum P 911, wo sämtliche Notfallszenarien und -aktivitäten im gesamten Cobb County koordiniert werden.

Doch im Mittelpunkt der Reise stand das Zusammenleben mit den US.-amerikanischen Gastgebern. Ungezwungene Barbecues mit Südstaaten-Spezialitäten der Cajun-Küche wie Jambalaya und Bananenpudding, der Besuch eines College-Footballspiels zwischen Georgia und Colorado vor sage und schreibe 92.000 Zuschauern inklusive "Telegating", einer Art großer Party für jedermann, und die vielen Gespräche und Beweise der Freundschaften, bestätigten, was der Linzer Stadtbürgermeister treffend zusammenfasste: "War is over. God bless the friendship between Marietta and Linz - der Krieg ist vorbei. Gott segne die Freundschaft zwischen Marietta und Linz".