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Nicht dem Druck beugen

Keine Fahrgeschäfte auf der Linzer Kirmes 2007

LINZ. Auf der Linzer Kirmes 2007 wird es keine Fahr- und Schaustellergeschäfte geben. Mit dieser Konsequenz hat die Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft Linz mit Bedauern auf das Verhalten der entsprechenden Anbieter reagiert.

Hintergrund: Der Verwaltungsrat der GmbH hatte als Reaktion auf das schwindende Interesse der Schausteller am Standort "Parkdeck", beschlossen, dort keinen Vergnügungspark mehr aufbauen zu lassen. Seit einigen Jahren hatten die Schausteller eine mangelnde Anbindung an den Marktplatz beziehungsweise an Veranstaltungen im Rahmen der Kirmes beklagt.

Da die Konkurrenz hochrangiger Vergnügungsparks zugenommen hat und auch vermeintlich größere Entfernungen mittlerweile keinen Hinderungsgrund für einen Besuch dieser Einrichtungen darstellen, bestand Einvernehmen, sich künftig auf ein Kleinkinder- und familiengerechtes Kirmeskonzept zu konzentrieren.

Für die Verantwortlichen von Stadt und Stadtentwicklungsgesellschaft Linz stand ebenfalls fest, dass das Fanfarencorps des TV Linz den Marktplatz in diesem Jahr für sein Jubiläums- Musikfest freigestellt bekommt. Als Ergänzung zum Musikfest und als zusätzlich belebendes Element wird am Rheinufer ein Französischer Markt installiert.

Für die Schausteller, die immer eine Anbindung an eine Veranstaltung im Rahmen der Kirmes gefordert hatten, war in unmittelbarer Nachbarschaft die Standfläche für die Fahrgeschäfte vorgesehen. Grundsätzlich soll das Rheinufer künftig verstärkt als Veranstaltungsfläche auch mit Rücksicht auf die Außengastronomie genutzt werden können.

"Letztendlich haben sich die Anbieter trotz unseres Entgegenkommens nicht bewegt und im Grunde genommen auf eine Platzierung zentral zwischen Burgplatz und Buttermarkt beharrt. Die Aussage, mit den Fahrgeschäften nicht vor Ort einfahren zu können, ist für uns eine Schutzbehauptung, da dort schon andere Veranstaltungen wie "Rhein in Flammen" stattgefunden haben.

Eine familiengerechte Kirmes zwischen Burgplatz und Buttermarkt mag in den kommenden Jahren möglich sein, aufgrund der Ausnahmesituation des Musikfestes der Fanfaren war eine Einbindung von Fahrgeschäften in die Innenstadt in diesem Jahr nicht machbar. Da wir uns Druck nicht beugen, mussten wir leider auf die Installation von Fahrgeschäften verzichten. Das tut uns sehr Leid für die Kinder, die Eltern bitten wir trotzdem um Verständnis", erklärt dazu der Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft Linz am Rhein, Thomas Herschbach.