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Alles "klar Schiff" in der Linzer Altstadt

Ausstellung "Rheinschifffahrt und Rheinromantik: Die Kölner Düsseldorfer" und Stadtportal "Linz-Info" ab Ostern in der Burg Linz

LINZ. "Warum ist es am Rhein so schön?" lässt das traditionelle Liedgut rhetorisch fragen und Jahr für Jahr geben unzählige Besucher die passende Antwort: "Wegen der Schifffahrt und der Romantik". Diese Vorliebe bringt die Stadt Linz mit der Ausstellung "Rheinschifffahrt und Rheinromantik: Die Köln Düsseldorfer" nunmehr zum Greifen nahe.

Passend zum Saisonstart der Köln Düsseldorfer Schifffahrtsgesellschaft am 21. März 2008 wird in der Bunten Stadt die Ausstellung "Rheinschifffahrt und Rheinromantik: Die Köln Düsseldorfer" eröffnet. Die Ausstellung in der alten kurkölnischen Zwing- und Zollburg wird präsentiert aus den reichen Beständen des Kölnischen Stadtmuseums, ergänzt um Leihgaben der Köln Düsseldorfer Schifffahrtsgesellschaft. Kooperationspartner sind die Burgherrengemeinschaft Linz, das Kölnische Stadtmuseum, die Köln-Düsseldorfer Schifffahrtsgesellschaft sowie die Stadt Linz mit der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft.

In der Präsentation wird dem Besucher die Entwicklung der Köln Düsseldorfer aus ihren Anfängen bis zur Gegenwart nahe gebracht. Konkret vollzogen wird dies anhand von Modellen von Lastkähnen bis zur "Goethe", mittels akustischer und optischer Darbietungen wie einer Internetkamera, die aktuelle Bilder vom Rhein überträgt sowie über anschauliche Beschreibungen. Ebenfalls in der Ausstellung zu finden: Eine Sammlung von Bowlen-Gefäßen und ein moderne Schiffsschraube sowie allerlei seemännische Accessoires.

Damit werden die Interessen sowohl der jüngeren wie auch der älteren Gäste berücksichtigt. Das gilt auch für "die Pneuphoniker" - zwei musikalische Seemanns-Figuren, die die Gäste als erstes selbst spielendes Akkordeon- und Sousaphon-Orchester der Welt mit über 250 Musiktiteln im Repertoire stilecht am Eingang begrüßen.

Wie der Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, Dr. Werner Schäfke, bei der Präsentation erläuterte, wurde die "Rheinromantik" Mitte des 19. Jahrhunderts zum Image prägenden Begriff, der mitsamt seinen Legenden und Mythen natürlich auch touristisch genutzt wurde. Dieses "Rheinflair" hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren, wie auch Bürgermeister Adi Buchwald unterstreicht: "Es ist für Linz schon immer wichtig gewesen, dass die historischen Stadtmauern immer wieder mit Leben erfüllt werden. Nun ist zu erwarten, dass hier auch noch wirtschaftliche und touristische Potentiale hinzukommen." Ähnlich sieht es der Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft, Stadtmanager Thomas Herschbach: "Mit der Ausstellung ist ein weiterer Baustein in unseren strategischen Partnerschaften gesetzt worden, die sich durch gemeinsames Handeln positiv für die Stadt Linz und deren Besucher auswirken sollen".

Aus diesem Grund war die Einbindung der Stadt im Rahmen einer Public Private Partnership- Maßnahme auch eine Voraussetzung für die Realisierung des Projektes. Mit der "Linz-Info" im Foyer der Ausstellung wird eine Plattform geboten, in der sich der Besucher unter anderem über die Linzer Stadtgeschichte und die Angebote der Bunten Stadt informieren kann. Zu diesem Zweck wird zur Zeit ein entsprechender Imagefilm produziert, der noch in diesem Jahr dauerhaft in der Burg zu sehen sein wird. In der "Linz-Info" sind auch Souvenirs rund um die "Bunte Stadt" und die Ausstellung sowie Eintrittskarten zu erwerben.

Laut KD-Vorstand Norbert Schmitz bietet die Ausstellung nunmehr einen zusätzlichen Anreiz, um das "Reiseziel Linz" noch attraktiver zu gestalten. Zusammen mit den bestehenden Präsentationen in der Burg Linz wie der Römischen Glashütte sowie der Waffen- und Folterkammer fügt sie sich nahtlos in eine regelrechte "Museumswelt" ein.

Rund 60.000 Besucher waren es allein im Jahr 2007, die nach Angaben von Norbert Schmitz in den "für die KD so wichtigen Brückenkopf Linz am Rhein" geschippert wurden. Schmitz zeigt sich zuversichtlich, dass diese Zahl durch die neue Ausstellung noch ansteigen wird.

Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG ist die älteste, durchgehend börsennotierte Aktiengesellschaft Deutschlands. Weltweit hat keine andere Reederei so viele Schiffe gebaut und betrieben wie die KD. Begonnen hat alles mit der Gründung der Preußisch-Rheinischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft am 11. Juni 1826 in Köln. Die Eröffnungsfahrt fand im Jahre 1827 mit dem hölzernen Dampfer Concordia statt. Mit diesem Dampfschiff leitete die KD das Zeitalter der Rheinschifffahrt ein. Bereits im Jahr ihrer Gründung wurden insgesamt 33.235 Fahrgäste auf 129 Touren den Rhein hinauf und hinab befördert. Im Jahre 1913 wurde dann das nach wie vor legendäre Dampfschiff "Goethe" in Dienst gestellt.

Bis heute ist die Köln-Düsseldorfer Marktführer auf dem Rhein und gleichzeitig federführend in der Entwicklung neuer Schiffstypen. Im Jahr 2004 wurde mit MS RheinEnergie ein völlig neues, innovatives Schiffskonzept in Katamaran-Bauweise in Dienst gestellt. Am 18. August 2005 fuhr Papst Benedikt XVI. anlässlich des Weltjugendtages auf diesem Schiff in Köln ein und predigte zu den Pilgern am Ufer.

Die Ausstellung "Rheinschifffahrt und Rheinromantik: Die Köln Düsseldorfer" hat ab dem 21. März 2008 montags bis freitags von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet, ab dem 26. April montags von 10 bis 18 Uhr, dienstags bis freitags von 11 bis 17.30 Uhr, sowie an Wochenende und Feiertagen von 11 bis 16 Uhr.