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Höchstwertung für den Tourismus in Linz

Anne Langenfeld vom Martinus-Gymnasium analysierte mit Bestnote das Ausflugsziel "Bunte Stadt"

LINZ. Der Tourismus in Linz hat die Bestnote verdient - diese Aussage trifft auf Anne Langenfeld im wahrsten Wortsinn zu. Die Unterprimanerin des Martinus-Gymnasiums Linz erhielt für ihre Facharbeit in Erdkunde " Die zukünftige Entwicklung des Tourismus in Linz am Rhein unter besonderer Berücksichtigung des Tagestourismus" eine Bewertung mit der Höchstzahl von 15 Punkten.

Davon zeigte sich auch Stadtbürgermeister Adi Buchwald beeindruckt, der Anne Langenfeld für ihre Leistung mit einem Empfang ehrte: "Eine ganz tolle Geschichte", meinte das Linzer Stadtoberhaupt und wollte natürlich wissen, wie es zu dieser Themenfindung überhaupt kam.


Für ihre mit Bestnote bewertete Facharbeit zur zukünftigen Entwicklung des Tourismus in Linz am Rhein erheilt Anne Langenfeld auch von Stadtbürgermeister Adi Buchwald und Tourismus-Chef Thomas Herschbach Anerkennung.
"Mein Erdkundelehrer Werner Schäfer hatte mir das Thema für die Facharbeit vorgeschlagen und als Linzerin war ich von der Idee sofort begeistert", erläutert Anne Langenfeld. Diese Begeisterung schlug sich nieder und spiegelte sich wider in einem Elan und einer zugleich schon professionellen Vorgehensweise, die für eine 18-jährige erstaunlich ist.

Dies lag nicht zuletzt auch daran, dass Anne Langenfeld eine Umfrage zur Grundlage ihrer Ausarbeitung gemacht hat. Befragt wurden unter anderem 19 Gastronomen, 15 Einzelhändler und 50 Tagestouristen.

Herausgekommen ist eine 37 Seiten starke Arbeit rund um den Tourismus in Linz. Nahezu die Hälfte der Analyse entfällt auf aufschlussreiche Illustrationen und Kreisdiagramme, die Hintergründe etwa zur steigenden Zahl an Online-Käufen in Deutschland oder zur Herkunft der Tagestouristen in Linz offenbaren.

Nach den Ermittlungen von Anne Langenfeld ist der typische Linz-Besucher durchschnittlich 52 Jahre alt und reist im Mittel aus einem Umkreis zwischen 25 und 150 Kilometern an und dies durchaus mehrmals. Aber auch ausländische Touristen schätzen die Bunte Stadt am Rhein: "Bei meinen Umfragen gab ein Tourist beispielsweise an, aus dem Ausland zu kommen und ihm die Stadt Linz als Paradebeispiel für die rheinische Lebenskultur empfohlen wurde", erklärt Anne Langenfeld, die der Pflege der Historischen Altstadt als dem Linzer Alleinstellungsmerkmal schlechthin touristische Priorität einräumt.

So sind es vor allem Tagestouristen, die für die Wertschöpfungskette von großer Bedeutung sind. Während die Gäste äußerst angetan vom aktuellen touristischen Angebot der "Bunten Stadt" sind, schätzen die befragten Gastronomen und Geschäftsleute das Angebot als "weniger attraktiv" ein. Auch in Linz spiegelt sich ein allgemeiner Trend wider, wonach die Außensicht auf eine Stadt zumeist wesentlich besser als die Binnensicht ihrer Bürger.

Auf die Frage, ob ein Besuch in Linz künftig vorstellbar ist, antwortete keiner der Befragten mit "Nein Danke". Hingegen, gaben 70 Prozent an: "Ja bald". In ihrer Analyse kommt Anne Langenfeld zu der Schlussfolgerung, dass die Stadt Linz im Wirtschaftssegment Tourismus ein Produkt bildet, das entsprechend gefördert und vermarktet werden muss.

Hinsichtlich der Werbemaßnahmen befinde sich Linz auf dem richtigen Weg, attestiert Anne Langenfeld, die trotz der Bedeutung des Tagestourismus zusätzliche Potentiale bei den Übernachtungen sieht.

Wie auch die Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft verspricht sich Anne Langenfeld vom Bau eines modernen Hotels mit einer Kapazität von über 50 Betten weitere Touristenankünfte im Hinblick auf Wanderpackages und der Notwendigkeit, Kontingente vorzuhalten.

Dies betrifft nicht zuletzt auch eine zweite Säule des Kundensegments: Als zusätzliche Zielgruppe zu der von ihr so bezeichneten "Schönwetter-Spaziergänger" hat nämlich auch die 18-jährige Dattenbergerin den Wandertourismus und den Rheinsteig, der zunehmend Gäste in die Stadt führe, fest im Blick. In Zusammenarbeit mit dem Projektbüro Rheinsteig und anderen Kooperationspartnern forciert die Touristikgesellschaft übrigens seit Eröffnung des "Rheinsteig" auch die wandertouristische Positionierung der Stadt Linz - etwa mit Messeauftritten oder in der Zusammenarbeit mit entsprechenden Reiseveranstaltern und Fachjournalisten.

Allerdings gebe es hier noch Spielraum, meint Geschäftsführer Thomas Herschbach, der in diesem Zusammenhang auch feststellt: "Die Befunde von Anne Langenfeld bestätigen die Grundausrichtung der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft".