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Närrischer Brückenschlag von Linz nach Düsseldorf

Linzer Corps mit Prinz Speedy begeisterten beim Biwak der Gerresheimer Bürgerwehr

LINZ. Bunte Truppen aus der Bunten Stadt am Rhein zeigten am vergangenen Samstag der Stadt Düsseldorf und vor allem dem Ortsteil Gerresheim, dass die Fünfte Jahreszeit auf kölsche Art auch in der Metropole des Altbiers bestens ankommt.



Rund 100 Linzer Karnevalisten mit Prinz Speedy I. und dessen Adjutanten Werner "Blitz" Speich und Fred Maybusch sowie KG-Chef Alfons Daub und dem Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft Linz, Thomas Herschbach, waren unter der Organisation des Kommandanten des 40-jährigen Linzer-Jubiläums Elferrat, Jürgen Pappendorf, (selbst gebürtiger Düsseldorfer), in zwei Bussen der Einladung der Gerresheimer Bürgerwehr zur Teilnahme am närrischen Biwak auf dem Gerricus-Platz gefolgt. Von dort aus führte im Anschluss ein Abstecher zum Zentralbiwak in das Herz der Düsseldorfer Altstadt.

"Dass die Corps in so großer Anzahl am Brückentag mitten im Närrischen Wochenende zwischen Strünzerball und Bürgerfrühschoppen hier vertreten sind, ist natürlich Reverenz an Gerresheim, zeigt aber auch die Top-Moral und Kondition unserer Karnevalisten", waren sich Alfons Daub und Thomas Herschbach einig.

Mit jeder Menge guter Laune und Musik versprühten die stattlichen Abordnungen der Linzer Corps sowie das Fanfarencorps des TV Linz vor rund 600 begeisterten Düsseldorf-Gerresheimern beste Linzer Fastelovendsstimmung. Damit ließ der Linzer Tross eine Ahnung von der einmaligen Karnevalskultur der Bunten Stadt aufkommen, die auch beim Bezirksvorsteher des Düsseldorfer Stadtbezirks 7, Hanno Bremer und dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Gerresheimer Vereine, Detlef Becker ("Linz hat eine vortreffliche `Visitenkarte` abgegeben") und Gattin Gerda, einer gebürtigen Linzerin, prima ankam. In dem Dachverband sind rund 15.000 Mitglieder organisiert.



Die beeindruckende Karnevalsaktion war Bestandteil eines geplanten Bündels von Austauschprogrammen, mit denen die historische Verbindung "Linz-Gerresheim" künftig auch weiterhin auf lebendig-aktuelle Ebenen gestellt werden soll. Die Äbtissin von Reginbierg (Rennenberg), Tochter des Linzer Edelherrn Gerrich, übertrug ihre ererbten Liegenschaften, Ländereien sowie den Zehnten zu Linchesce um 874 den Stiftsdamen zu Gerresheim, aus dem der gleichnamige Ortsteil entstanden ist.