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Düsseldorf auf Spurensuche in Linz

Bürger- und Heimatverein Gerresheim begeistert von der Bunten Stadt

LINZ. Zurück zu den gemeinsamen historischen Wurzeln führte jüngst der Besuch des Bürger- und Heimatvereins Gerresheim in der Bunten Stadt Linz. Der Düsseldorfer Stadtteil war vor über tausend Jahren von der Äbtissin Regienbierg (heute Rennenberg), der Tochter des mittelrheinischen Edelherrn Gerrich (daher Gerresheim) aus der Taufe gehoben worden. Vor einigen Jahren ist diese Verbindung wieder mit neuem Leben erfüllt worden.

Zu verdanken ist diese Initiative dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Gerresheimer Vereine (IGV), Detlef Becker, dessen Frau Gerda in der Petrus-Sinzig-Straße in Linz das Licht der Welt erblickt hatte. Die IGV wiederum zählt rund 15.000 Mitglieder - "auch vom touristischen Standpunkt her also eine höchst interessante Zielgruppe", wie der Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft Linz, Thomas Herschbach, betont.

Zwischenzeitlich ist daraus ein Austausch auf mehreren Ebenen entstanden: Natürlich war der Bürger- und Heimatverein unter Federführung ihres Vorsitzenden Dr. Wolfgang Ohneck und des stellvertretenden Bezirksvorstehers Wilhelm Döring vor allem an Geschichte und Geschichten interessiert - dafür hatte die Stadtentwicklungs- und Touristikgesellschaft Linz mit Fritz Ockenfels natürlich den kundig-humorvollen Stadtführer in petto.



Der stellvertretende Linzer Bürgermeister Heinz Paffhausen und Stadtmanager Thomas Herschbach (links) begrüßten die Besucher aus der nordhrhein-westfälischen Landeshauptstadt mit Stadtführer Fritz Ockenfels am Ratsbrunnen.


Nach dem Rundgang durch die malerische Altstadt mit Besichtigung der St. Martinkirche wurde die Gruppe aus Gerresheim mit Fritz Ockenfels im Sitzungssaal des Historischen Rathauses vom stellvertretenden Linzer Bürgermeister Heinz Paffhausen und Stadtmanager Thomas Herschbach empfangen. Dabei gab der Beigeordnete seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Austausch weiter an Tiefe gewinnen und in der Breite wachsen solle.

"Ohne Begegnungen auf allen Ebenen ist ein Austausch eine leere Hülle", erklärte Heinz Paffhausen, der auch die nächste Einladung zum Gegenbesuch gerne aufnahm. Zum Abschluss ihrer Tour, die im Linzer Brauhaus begonnen hatte, machten die Gerresheimer kurz Station auf Schloss Rennenberg, wo sich der Kreis aus Geschichte und Gegenwart wieder schloss:

Per Schenkungsurkunde hatte die Äbtissin von Rennenberg nämlich vor über tausend Jahren ihre ererbten Liegenschaften, Ländereien sowie den Zehnten zu Linchesce auf ewige Zieten den Stiftsdamen zu Gerresheim vermacht. Im Lauf der Zeit ist aus dem Stift ein ansehnlicher Stadtteil der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt geworden.