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Neue Medien - alte Bestände

Linzer Stadtarchiv als Vorreiter ihres Fachs im Web 2.0

LINZ. Als echter Vorreiter im Sektor "Archive und Web 2.0" hat das Stadtarchiv Linz am Rhein ihre Bestände auf den Portalen Facebook, Twitter und Google+ kommuniziert.

Seit einigen Wochen ist das Stadtarchiv mit einer eigenen Seite auf Facebook vertreten, die derzeit gut 260 Personen und knapp 100 anderen Archiven, Museen, Vereinen und weiteren Institutionen "gefällt".

Ziel der Web 2.0 Offensive ist es, die Bedeutung eines Stadtarchivs zu verdeutlichen und die Leidenschaft für das Geschichts- und Archivwesen nach außen zu transportieren. Darüber hinaus ist angedacht, das Archiv über Linz hinaus bekannt zu machen, mit anderen Archivaren, Archiven und kulturellen Institutionen in Kontakt zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.

Im Schnitt wird etwa jeden zweiten Tag ein neuer Pinnwandwandeintrag erstellt. Fester Bestandteil der Pinnwandeinträge ist die monatliche Rubrik "Daten aus der Linzer Stadtgeschichte", die ein historisches Ereignis als Text mit Bild(ern) in Form einer Notiz vorstellt. Ebenso regelmäßig werden Alben mit Fotos aus dem Bildarchiv oder auch kurze Filme zu einem bestimmten Thema veröffentlicht. Vermittelt werden ebenfalls Eindrücke aus dem Archivalltag, wie etwa die Bearbeitung von Anfragen, das Vorbereiten von Ausstellungen oder die Arbeit an einer Publikation

Während die Stadtarchive Speyer und Frankfurt sowie das österreichische Staatsarchiv gemeinsam mit den Historikern der "Bunten Stadt" zu den ersten deutschsprachigen Archiven auf Facebook und Twitter zählten, war das Stadtarchiv Linz das zweite deutschsprachige Archiv auf Google+. Damit gehört das Linzer Stadtarchiv quasi zur Avantgarde - denn während die Bedeutung des Web 2.0 stetig zunimmt , scheinen viele deutschsprachige Archive diesen Trend bis dato verschlafen zu haben. Dass Linz da anders handelt, zeigen bereits die häufig frequentierte offizielle Seite der Stadt Linz am Rhein auf Facebook, der Podcast "Strünzer TV", sowie die neuen brandaktuellen digitalen Onlinemedien "Strünzer kompakt" und "Strünzer Magazin".

Obwohl es für eine Beurteilung der Aktivitäten auf Google+ und Twitter noch zu früh ist, fällt das Fazit des Web 2.0-Experiments des Stadtarchivs Linz am Rhein schon allein aufgrund der ausschließlich guten Erfahrungen rund um den Facebook-Auftritt äußerst positiv aus.