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Konzert mit William Sabatier und Friedemann Wuttke

William Sabatier (Bandoneon) und Friedemann Wuttke (Gitarre) gastieren am 02. März 2018 um 19:00 Uhr mit ihrem Programm "Tango Sensations" in der "Bunten Stadt" Linz am Rhein. Das Konzert findet in den Räumlichkeiten der Galerie Beau statt.



Friedemann Wuttke studierte Musik an der Hochschule in Stuttgart und vervollständigte seine Musikerausbildung durch etliche Meisterkurse. Durch seine kompromisslose Hinwendung zum klassischen Repertoire und zur ernsthaften Programmgestaltung nimmt Friedemann Wuttke eine Sonderstellung unter den Konzertgitarristen ein. Seine vielseitigen Programme sind immer geprägt von klaren Inhalten und seinem künstlerisch anspruchsvollen Profil. Diese thematische Programmgestaltung brachte ihm zahlreiche Einladungen zu internationalen Musik- und Gitarrenfestivals sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen ein. Konzertreisen führten Friedemann Wuttke in fast alle europäischen Länder, nach Russland, Südostasien, Afrika und Südamerika, wo er auch in großen Konzerthäusern als Solist oder mit Orchester auftrat. . Seine Soloprogramme umfassen vor allem klassisch-romantische Werke und impressionistische spanische und südamerikanische Musik, aber auch Kompositionen des 20. Jahrhunderts. Hinter all dieser Vielseitigkeit zeigt sich ein Musiker, der nicht nur sein Instrument und seine Musik liebt, sondern im Dienste der musikalischen Kommunikation steht und das Publikum teilhaben lässt an der Begeisterung, die seine Musik in ihm immer wieder auslöst.

William Sabatier näherte sich schon sehr jung der Welt des Tangos an, welchen er in all seinen Formen bei seinem Vater studierte. Ein Treffen mit dem französischen Bandoneonisten Olivier Manoury brachte Sabatier dazu, sein Instrument, das Bandoneon, modern zu interpretieren. Mit nur 16 Jahren interpretiert er das populäre Repertoire des Tangos neu und tritt regelmäßig mit dem uruguayischen Pianisten Angel Fernandez auf. Durch diese Erfahrung wird es ihm möglich, die Kultur des Tangos mit dem Bandoneon zu verbinden. Heute hat sich William Sabatier besonders auf den argentinischen Musiker Astor Piazzolla spezialisiert. Er führt die Orchesterwerke des argentinischen Meisters sowohl als Solist, als auch gemeinsam mit klassischen Orchestern vor. Die Leidenschaft zum Tango, die Freude an der Musik und der neuen Interpretation klassischer Stücke lässt William Sabatier den Zuschauer mit jedem klang, den er auf seinem Bandoneon spielt, spüren.

Begeben Sie sich zu den Klängen von Bandoneon und Gitarre auf eine musikalische Reise durch die Geschichte des Tangos mit berühmten Werken von Astor Piazzolla sowie mit Musik von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi.

Astor Piazzolla war Großmeister und Begründer des Tango Nuevo, er war ein begnadeter Bandoneon-Spieler und zugleich ein außergewöhnlicher Komponist. Er brachte den Tango von den Vorstadtkneipen in Buenos Aires in die internationalen Konzertsäle, ohne diesem Tanz die Ursprünglichkeit oder gar die Seele zu nehmen.

Im Mittelpunkt des Programms stehen zwei der berühmtesten Werke von Astor Piazzolla, die zugleich auch für die Entwicklung seines einzigartigen Schaffens stehen.
Mitte der sechziger Jahre entstand sein berühmtestes und bis heute meist gespieltes Werk, die "Las Quatro Estaciones Portenas". Diese vier Stücke werden die erste Hälfte des Programms der beiden Musiker ausfüllen. Sie sind typisch für Piazzollas Stil, der auf dem argentinischen Tango basiert Elemente von Klassik und Jazz integriert. Der Titel spielt nicht nur auf Vivaldis "Vier Jahreszeiten" an, sondern auch auf die Einwohner von Buenos Aires, welche sich "Portenos" nennen. Daraus entstanden musikalische Bilder zu den verschiedenen Jahreszeiten in Argentiniens Hauptstadt.

Zur zweiten Hälfte des Konzert werden die "Five Tango Sensations" auf Gitarre und Bandoneon zum Besten gegeben werden. Piazzolla komponierte das Werk 1989 für das Kronos Quartett. Es hielt sich über 55 Wochen in der US-Charts. Die "Five Tango Sensations" waren Piazzollas letztes zyklisches Werk, er schrieb es nach einer schweren Erkrankung und stellt darin fünf Gemütszustände auf eine beeindruckend expressive Weise dar. Dieses Werk spiegelte noch einmal die große Melancholie und den Geist des argentinischen Tangos und trug somit wesentlich zur Tangomanie unserer heutigen Zeit bei.

Beide Werke werden sowohl auf der Gitarre, als auch auf dem Bandoneon gespielt und versetzen den Zuhörer in die Zeit Piazzollas, in der die Leichtigkeit und Lebendigkeit des Tangos in den Straßen von Buenos Aires zu spüren war. Lassen Sie sich mitreißen und erleben Sie einen Abend voller musikalischer Höhepunkte!